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Fußball-Bundesliga: Bayern München vs Eintracht Frankfurt: Die geflickten Bayern



Spieler des Spiels: Thomas Müller legte das 1:0 durch Leon Goretzka (17. Minute) auf – es war sein 17. Assist in dieser Saison. Damit stellte er den bisherigen Bundesligarekord des ehemaligen Bremers Kevin de Bruyne ein. In der 41. Minute legte er mit einem typischen Müller-Tor (seltsam angenommen, gut verwandelt) selbst zum 2:0 nach. Kein anderer Spieler im Bayern-Kader hat so vom Trainerwechsel von Niko Kovac zu Hansi Flick profitiert wie der 30 Jahre alte Offensivspieler.

Das Ergebnis: Der FC Bayern hat die Begegnung gegen Eintracht Frankfurt 5:2 (2:0) gewonnen. Hier geht es zum Spielbericht.

Die erste Hälfte: Zehn Minuten hielten die Gäste nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gut mit. Dann drehten die Bayern auf: Robert Lewandowski traf die Latte (11.), Benjamin Pavard scheiterte aus kurzer Distanz per Kopf an Gäste-Keeper Kevin Trapp (14.). Dann trafen Goretzka und Müller. Und die Eintracht? Das Team von Adi Hütter kam nur einmal gefährlich vors Münchner Tor, doch Manuel Neuer konnte die Situation weit vorm eigenen Strafraum klären.

Die zweite Hälfte: Keine 60 Sekunden waren gespielt, da erhöhte Lewandowski per Kopf zum 3:0 (46.). Die Entscheidung? Denkste. Auf der anderen Seite sorgten Eckbälle für enorme Gefahr: Martin Hinteregger traf erst in der 52. Minute per Volleyschuss zum 3:1, drei Minuten später verkürzte er mit einem Kopfball auf 3:2 (55.). Jetzt war es eine vogelwilde und entsprechend attraktive Partie. Alphonso Davies baute den Vorsprung per Rechtsschuss wieder auf zwei Tore aus (61.), dann ließen Kingsley Coman und Mijat Gacinovic großartige Chancen liegen. Hinteregger traf dann nochmal – und zwar ins eigene Netz zum 5:2 für die Gastgeber (74.). Filip Kostic traf in der 83. Minute den Pfosten.

Die Zeitenwende unter Flick: 1:5 hatten die Bayern das Hinspiel in Frankfurt verloren, Jérôme Boateng hatte früh Rot gesehen, Müller galt als Auslaufmodell, Niko Kovac verlor seinen Trainerjob. Eine Halbserienumdrehung später gehen die Bayern nach 20 Siegen in 23 Pflichtspielen (ein Remis, zwei Niederlagen) mit vier Punkten Vorsprung ins Spitzenspiel bei Borussia Dortmund (Dienstag, 18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL.de). Flick hat das Team für sich gewonnen, Spieler wie Boateng und Müller wieder auf ein hohes Niveau gebracht. Die Vertragsverlängerung bis 2023 war die logische Folge.

Gerupfte Adler: Auch eine erwartete Niederlage beim Spitzenreiter kann schmerzen. Fünfmal in Folge null Punkte für die Frankfurter Eintracht bringen Trainer Adi Hütter in die Bredouille. Vier Wechsel hatte er gegenüber dem 1:3 gegen Mönchengladbach am vergangenen Spieltag vorgenommen. Es half dem schlechtesten Auswärtsteam der aktuellen Bundesligaspielzeit nichts. Um abzuschalten, ist bei 28 Punkten noch zu viel Saison übrig, aktuell liegt man fünf Punkte vor dem Relegationsplatz.

Risikopatienten auf der Tribüne: Der FC Bayern hatte seine Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß (68) und Franz Beckenbauer (74) eingeladen, das Spiel von der Tribüne aus zu verfolgen. Bei allen Teilnehmern einer Delegation geht die “Überprüfung des Gesundheitszustandes” voraus. Auch Beckenbauer gab an: “Ich musste im Vorfeld einige Fragebögen ausfüllen, um überhaupt das Stadion betreten zu dürfen.” Zuletzt hatte er wegen schwerer Krankheit nicht vor Gericht erscheinen können. Im Verfahren um die mutmaßlich gekaufte WM 2006 hatten seine Ärzte Atteste vorgelegt, nach denen Beckenbauers Gesundheitszustand eine Teilnahme an einem Strafverfahren nicht zulasse, da jede Aufregung für ihn lebensgefährlich sein könnte.

Gerd Müller und den BVB im Blick: Lewandowski darf weiterhin rechnen – mit 27 Treffern nach 27 Spieltagen hat er seinen eigenen Saisonrekord mit 30 Treffern in einer Spielzeit weiterhin im Blick. Und auch der ewige Bestwert von Gerd Müller (40 Tore in der Saison 1971/1972) ist noch fern am Horizont zu erkennen. Wesentlich näher ist das Spitzenspiel in Dortmund – und bei dem kann der Torjäger der Bayern mitwirken. Mit vier Gelben Karten war er in die Partie gegen die Eintracht gegangen, es kam keine weitere hinzu.

Der Ausblick: Für die Bayern heißt der nächste Gegner Borussia Dortmund, die Frankfurter empfangen ebenfalls am Dienstagabend den SC Freiburg. Nach dem 5:1 in Frankfurt und dem 5:2 in München dürfen sich die Fans vorm TV allerdings auch noch auf ein drittes Spektakel zwischen diesen beiden Teams freuen: am 10. Juni heißt es im Halbfinale des DFB-Pokals erneut Bayern München vs Eintracht Frankfurt. Es ist das erste Aufeinandertreffen der beiden in diesem Wettbewerb seit dem Frankfurter Finalsieg 2018.

Icon: Der Spiegel



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