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Pakistan: Passagierflugzeug abgestürzt


Die Passagiermaschine war kurz vor der Landung in der Millionenmetropole Karachi in Schwierigkeiten geraten. Mindestens 41 Personen sind ums Leben gekommen. 

Fotos der Unglücksstelle zeigen verkohlte Wrackteile des Airbus inmitten von Trümmern zerstörter Häuser. Das Flugzeug zerbrach in mehrere Teile, doch zumindest drei Insassen überlebten.

Fotos der Unglücksstelle zeigen verkohlte Wrackteile des Airbus inmitten von Trümmern zerstörter Häuser. Das Flugzeug zerbrach in mehrere Teile, doch zumindest drei Insassen überlebten.

Shahzaib Akber / EPA

Ein Passagierflugzeug mit rund hundert Menschen an Bord ist nach dem Ausfall eines Triebwerks in der pakistanischen Metropole Karachi gestürzt. Die Maschine sei kurz vor der Landung auf dem Jinnah International Airport gewesen, als sie in ein Wohngebiet am Rande der Millionenstadt krachte, teilte Pakistans Luftfahrtbehörde am Freitag mit. Laut der Fluglinie Pakistan International Airlines (PIA) waren 91 Passagiere und acht Crewmitglieder an Bord des Airbus A320, der aus der Grossstadt Lahore im Norden des Landes kam.

Nach neusten Angaben der Airline PIA sind mindestens 41 Personen ums Leben gekommen. Mindestens zwei Insassen hätten den Absturz überlebt. Zuvor war von drei Überlebenden die Rede gewesen. Pakistanische Medien berichteten, die Rettungskräfte hätten Schwierigkeiten, in dem dicht bebauten Wohngebiet zur Absturzstelle zu gelangen. Die Rettungsaktion könnte deshalb noch weitere zwei Tage dauern. Dutzende von Bewohnern des Viertels Model Colony seien verletzt worden, auf Bildern der Unglücksstelle seien auch Leichen zu sehen.

Karachis Bürgermeister Wasim Akhtar sagte laut der Nachrichtenagentur AP, dass mindestens fünf oder sechs Gebäude in dem Wohnviertel durch den Absturz zerstört worden seien. Die Zeitung «Dawn» meldete, dass auch der Direktor der Bank of Punjab, Zafar Masood, an Bord der Maschine gewesen sei. Laut seinen Angehörigen habe er das Unglück jedoch überlebt.

«Dawn» zitierte Augenzeugen mit der Aussage, dass die Maschine schon vor dem Absturz in Flammen gestanden habe. Demnach setzte das Flugzeug mehrfach zur Landung an. PIA-Chef Arshad Malik erklärte, der Pilot habe dem Kontrollturm kurz vor der Landung informiert, dass es ein technisches Problem gebe. Laut der Nachrichtenagentur AP kündigte der Pilot nach einem vergeblichen Landeversuch eine Notlandung an, da ein Triebwerk ausgefallen sei.

Die Armee entsandte Truppen, um bei der Bergung der Opfer zu helfen. Pakistans Regierungschef Imran Khan äusserte sich bestürzt über das Unglück. Luftfahrtminister Ghulam Sarwar ordnete eine Untersuchung an. Das letzte schwere Flugzeugunglück in Pakistan war im Dezember 2016, als beim Absturz einer PIA-Maschine alle 48 Insassen ums Leben kamen. Im April 2012 starben zudem 127 Menschen beim Absturz eines Airbus auf dem Weg von Karachi nach Islamabad.

Wegen der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkehren in Pakistan derzeit nur wenige Flugzeuge. Erst vor wenigen Tagen wurde der Luftverkehr überhaupt wieder aufgenommen. Der Flughafen von Karachi bietet derzeit nur eine Handvoll Flüge an. Der Absturz ereignete sich kurz vor dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan. Örtliche Medien berichteten, viele Passagiere seien auf dem Weg zu ihren Familien zum Fest des Fastenbrechens gewesen.



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