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Vorurteile in Hollywood: Wie Filme Hautkrankheiten stigmatisieren



Sehen Sie im Video: Hautärztin entlarvt Hollywood – Wie das Blockbuster-Kino Vorurteile befeuert.

In zahlreichen Hollywood-Produktionen gilt die Faustregel: Der Held ist schön und das Böse ist hässlich. 

Daraus folgt im Umkehrschluss: Wer hässlich ist, muss böse sein. 

Diese Blockbuster-Formel wird besonders problematisch, wenn Krankheiten, Wunden oder Störungen von Filmemachern genutzt werden, um Schurken als solche zu kennzeichnen. 

Julie Croley, Dermatologin an der University of Texas, untersucht 2017 das Aussehen von Film-Helden und Schurken. 

Das Ergebnis: Filmschurken weisen eine signifikant höhere Anzahl an dermatologischen Befunden auf. 

“Diese Befunde werden in erster Linie dazu genutzt, um den Unterschied zwischen Gut und Böse zu verdeutlichen und können tendenziell Vorurteile gegen Menschen mit Hautkrankheiten fördern.” – Aus dem Fazit von “The Face of Evil”, 2017 

Narben, Warzen, bleiche oder rissige Haut sind in Filmen immer wieder ein Indikator für böse Absichten. 

60% der filmgeschichtlich wichtigsten Bösewichte seien laut der Untersuchung dermatologisch auffällig. 

Zahlreiche Kultfilme und Blockbuster tragen zur Stigmatisierung von Hautkrankheiten und Verletzungen bei.

Berühmte Beispiele: 

Darth Vader aus der “Star Wars”-Reihe weist unter seinem Helm Narben und eine graue Hautfarbe auf. 

Auch “Star Wars”-Oberschurke Palpatine kommt mit bleicher, faltiger Haut daher. 

Serienmörder Freddy Kruger aus der “Nightmare”-Filmreihe weist starke Verbrennungen im Gesicht auf. 

Die Hexe in “Schneewittchen und die sieben Zwerge” hat eine Warze auf der Nase. 

Auch Albinismus wird in Hollywood häufig mit Boshaftigkeit in Verbindung gebracht. 

Das Klischee des “bösen Albinos” wird in Blockbustern wie “The Da Vinci Code – Sakrileg” oder “The Matrix: Reloaded” bedient. 

“Es ist ganz entsetzlich. Denen in Hollywood scheint nicht klar zu sein, dass es Menschen mit Albinismus wirklich gibt.”  Jim Haefemeyer, National Organization for Albinism and Hypopigmentation ggü “Wired” 

Im Gegensatz zu Schurken haben Helden meist nur kleinere dermatologische Auffälligkeiten, zumindest wenn der Schauspieler sie aus dem echten Leben mitbringt. 

Ein Beispiel: Hollywood-Star Harrison Ford hat eine Narbe am Kinn.



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